Barceloneta Geschichte

Barceloneta Geschichte

La Barceloneta ist Barcelonas Zugang zum Wasser. Auf dem Weg zum Strand treibt es jeden durch das kleine Viertel entlang der Promenade. Besonders im Sommer und am Wochenende gehen in La Barceloneta nie die Lichter aus. Bars, Restaurants und Klubs beziehen ganze Straßenzüge. Das “Festa Major de Barceloneta” gehört zu den Highlights des Sommers. In der ganzen Stadt schätzt man mittlerweile die Farbenvielfalt von la Barceloneta.

Das war allerdings nicht immer so. Vor den Olympischen Spielen 1992 war Barceloneta für Touristen unbegehbar. Hohe Kriminalität und Schmutz hielten selbst die Einheimischen Barcelonas fern. Das Viertel war in Hand von Arbeitern, Gypsis und Fischern. Durch aufwendige Renovierungen zeigt sich heute ein anderes Bild. Die Gentrifizierung ist in vollem Gange. Ein Blick in die Vergangenheit lohnt sich. “Barceloneta Geschichte” schaut auf die Ursprünge des Stadtteils am Meer. Was können wir von Ihnen lernen? Wie sieht die Zukunft des Tourismus hier aus?

Vergangenheit

 In der langen Geschichte von Barcelona spielt Barceloneta erst spät eine Rolle. Barcelona wurde 20 vor Christus von den Römern gegründet. Nicht vor 1750 siedelten sich Menschen unmittelbar am Meer an. Barcelonas Elite lebt schon immer an den Hängen der Hügel, die das Tal um die Stadt umgeben. Die ersten Ansiedler am Meer waren Arbeiter, Gypsis und Fischer. Bis heute besteht eine Diskrepanz zwischen Barceloneta und dem Rest der Stadt. Auf das einfache Leben am Wasser wurde hinabgeschaut. Kriminalität und Gesetzlosigkeit bestimmten das Straßen leben. In diesem Topf ohne Ablass wurde 1913 die Flamencotänzerin Carmen Amaya. Als eine der wenigen schaffte sie es aus Barceloneta und in die ganze Welt hinaus. Sie gilt als eine der berühmtesten Figuren im Flamenco der Geschichte. Heute erinnert ein Brunnen an die einfachen Verhältnisse ihrer Herkunft.

Erst mit den Olympischen Spielen 1992 änderte sich das Bild. Barceloneta wurde grundlegend überarbeitet. Die Straßen wurden verbreitert. Die einfachen Fischrestaurants, Chiringuitos genannt, wurden abgerissen. Der Strand wurde hergerichtet und eine Promenade den ganzen Küstenabschnitt entlang gezogen. Barceloneta öffnete sich der Welt. Barcelonetas Vergangenheit widmet sich ein Denkmal der deutschen Künstlerin Rebecca Horn. Am Strand stehen vier ungleich aufeinandergestapelte Quader aus Metall und Glas. Sie erinnern an ein einfaches Leben vergessener Generationen.

Gegenwart

 Fast 30 Jahre seit den Olympischen Spielen ist Barceloneta touristisch erschlossen. Das Viertel ist sicher und beliebt. Barcelona gehört mittlerweile neben Paris, Amsterdam und London zu den Metropolen Europas. In diesem Konzept spielt La Barceloneta eine bedeutende Rolle. Jeder der in die Hauptstadt Kataloniens kommt, verbringt auch einen Tag am Wasser. Zwangsläufig streift oder durchquert man dabei Straßen und Anlagen des Viertels. Barceloneta besteht aus Touristenfallen und Geheimtipps gleichermaßen. Einige überzeugen mit Masse andere mit Qualität. Es ist Aufgabe von Blau, Orte mit Qualität und Nachhaltigkeit herauszustellen.

Noch immer leben viele Fischer und alte Leute im Barceloneta. Viele von ihnen zeigen ein starkes katalanisches Nationalbewusstsein. So ist es Tradition in Kataloniens Geschichte. Dementsprechend wird auf den Straßen hier Katalan gesprochen. In Barceloneta hängen so viele Flaggen von den Balkonen, wie in keinem anderen Stadtteil. Meistens ist es die eigenständige Flagge des Viertels. Sie ist blau und gelb und trägt ein katalanisches Symbol in der Mitte. In ihrer Eigenständigkeit sehen sich viele durch den wachsenden Tourismus bedroht. In ganz Barcelona gibt es eine ablehnende Haltung gegenüber dem Massentourismus. In 2020 brach der Tourismusandrang in Folge von Covid-19 ein. Es zeigt sich, dass die Menschen finanziell auf die Touristen angewiesen sind. Gleichzeitig atmet man aufgrund der wiedergewonnen Freiheit erleichtert durch.

Zukunft

Selbstbestimmtheit und Tourismusandrang müssen in Zukunft zusammenfinden. Immer mehr und mehr führt zu einem schnellen Seelenverlust des alten Fischerviertels. Schon jetzt wird vielerorts an Qualität gespart, um der Quantität gerecht zu werden. Um mit den amerikanischen Franchises mitzuhalten, entwickeln sich viele Fischrestaurants zu Tourismusfallen. Authentisches Leben gibt es noch, aber es ist auf dem Rückzug. Eine neue Einwohnerschaft bildet sich heraus. Junge Europäer, die Geld verdienen und den Strand und das Klima genießen wollen wohnen in La Barceloneta. Die Zuwanderer müssen sich ihrer Rolle bewusst werden. Die Zukunft des Viertels darf nicht nur großen Investoren überlassen werden. Bereits jetzt wird überall renoviert, Wohnungspreise steigen und neue Läden öffnen. Hierin liegt eine Chance, aber sie muss mit dem richtigen Stil angegangen werden. Barceloneta Geschichte gibt eine schöne Form voraus. Sie muss aufgegriffen und neu interpretiert werden.

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