Fischerweg Portugal

Fischerweg Portugal – Rota Vicentina

 An Portugals Westküste gibt es einen Wanderweg. Am Fischerweg Portugal endet der europäische Kontinent. Weiter kommt man zu Fuß nicht. Im Süden und Westen grenzt der Atlantik. Hier ist der Himmel immer klar, das Wasser überall und der Fels unter den Füßen hart. Genau danach hatte ich gesucht. Ich wollte Sonne, Wasser und Einsamkeit. All das findet man entlang der Rota Vicentina.

Der Fischerweg oder Fishermanstrail ist ein Küstenwanderweg. Er verläuft die meiste Zeit direkt am Wasser an der Costa Vicentina entlang. Von Sines bis Lagos sind es rund 250 Kilometer Steilküste. Jede Tagesetappe endet in einem kleinen Dorf am Wasser. 

Als ich damals nach Portugal kam, um zu wandern, wusste ich nichts von alledem. 

Fischerweg Portugal

Ich hatte auf Google Maps solange mit der Maus herausgezoomt, bis ganz Europa vor mir lag. Ich lebte damals in Hamburg. Es war Winter. Die Winter in Hamburg sind lang. Schietwetter von November bis April. Im Januar hatte ich davon genug und scrollte mit der Maus Richtung Süden. Ich wollte Meer und Sonne nicht zu teuer und unkompliziert. 

“Fischerweg Portugal” erzählt von meiner Wanderung auf der Rota Vicentina. Der Fischerweg war der erste Wanderweg meines Lebens. Bis dahin mochte ich Wandern eigentlich nicht. Das Ganze war nicht perfekt – zu Teilen war es grausam, manchmal auch wunderschön. Ich fasse für euch Empfehlungen und Warnungen zusammen. Macht es bloß nicht so, wie ich es gemacht habe. Aber macht es. 

Vorbereitung

 Bei meiner ersten Reise nach Portugal habe ich im Grunde alles falsch gemacht. Ich weiß, ich wiederhole mich hier. Aber es sei noch einmal betont: Ich hatte so dermaßen keine Ahnung, dass es heute noch manchmal wehtut, wenn ich daran denke 😉

Wer bei Google “Fischerweg Portugal” eintippt, findet allerlei Berichte funktional-deutscher Reisender, die super vorbereitet einen “rundum tollen Trip” hatten. So ein Text wird das hier nicht. Für mich war das Ganze eher etwas zwischen Existenzkampf und Langweile. Ich hatte keine Vorbereitung und wollte auch keine.

Keine Sorge, seit diesem ersten Trip bin ich noch einige Male in der Region gewesen. Mein Text erzählt euch von meiner ersten Reise in die Algarve und von den schönen Dingen, die ich mit den Jahren dort kennengelernt habe.

Mein erster Trip

 Der Fischerweg wird von den Einheimischen Rota Vicentina genannt. Es gibt eine Internetseite, auf der alle Tagesetappen wunderbar erklärt sind. Man kann sich dort Karten und Hinweise anschauen, Material herunterladen – alles. Hier der Link.

Diese Seite kannte ich damals noch nicht. Ich schaute auf der Europa Karte Richtung Süden und fand Portugal. Mit Google Maps zoomte ich immer näher heran, bis ich die einzelnen Straßen erkennen konnte. Ich fand einen durchgängigen Wanderweg, der direkt an der Küste entlang führte. Das reichte mir.

Jetzt kommt es ….

Ich habe dann tatsächlich SCREENSHOTS von den einzelnen Etappen auf Google Maps gemacht, alles auf einen USB-Stick gezogen und in der Universitätsbibliothek ausgedruckt. Die DIN-A4-Zettel habe ich eingeheftet und mitgenommen.

Material

 Das Ganze war damals mein erster Trip alleine auf Reisen. Ich hatte noch überhaupt kein Material und wollte nicht viel Geld ausgeben. Ich bestellte mir Gaskocher, Zelt und Schlafsack für 50 Euro auf Amazon. Ich weiß, ich weiß. 

Das einzig Gute, das ich mir anschaffte, war ein großer 70 Liter Reiserucksack, den ich bei Globetrotter in Hamburg kaufte. 

Das Packen

Weniger ist mehr. Diese Empfehlung gebe ich jedem mit, der wandern will. Beim Packen ist einem manchmal nicht so klar, dass man alles, was man einsteckt, auch die ganze Zeit beim Wandern mit sich rumschleppen muss. Zumindest musste ich das erst lernen. Es war meine erste Reise und ich packte meinen halben Kleiderschrank ein. 23 Kilo sagte die Waage am Flughafen. Ich weiß, ich weiß …

Fischerweg Portugal Ausrüstung

 Was du auf den Fischerweg Portugal an Ausrüstung mitnehmen solltest:

Hohe Schuhe: Beim Wandern machen hohe Schuhe dein Leben leichter. Einige Tagesetappen auf dem Fischerpfad Portugal führen durch tiefen Sand. 
Sonnencreme: Auch wenn man bei dem starken Wind manchmal die Sonne nicht spürt – sie ist da. Das gilt für jede Jahreszeit. Und direkt am Wasser knallt sie umso mehr.

Was du auf der Rota Vicentina zu Hause lassen kannst: 

Zelt: Es ist verboten, in Portugal wild zu campen. Die Hostels in den Dörfern sind nicht teuer und besser für die Umwelt. 
Gaskartusche: Den Grund dafür erfährst du gleich … 

Fischerweg Portugal Anreise

 Mit meinem neuen Rucksack und dem Hefter Karten ging es dann schließlich los. Eine gute App habe ich über die Jahre zu schätzen gelernt. Rome2Rio vernetzt Kartenmaterial und Verbindungsdienste. Man muss nur seinen Standort und sein Ziel angeben. Die App macht einem daraufhin Vorschläge, wie man mit verschiedenen Verkehrsmitteln am besten dorthin kommt. Rome2Rio macht Preisvorschläge und ist direkt mit Fahrtdienstleister verlinkt. Die App ist besser mit den Anbietern öffentlicher Verkehrsmittel vernetzt als Google. Egal, in welchem abgelegenen Wald man sitzt – die App findet die nächste Bushaltestelle.

Auf skyscanner.de buchte ich damals meinen Flug nach Lissabon. Ich wusste nicht, wann ich zurück sein würde. Ein Rückticket hatte ich noch nicht. Ich war gerade von zu Hause ausgezogen und in den ersten Semesterferien des Studiums – aber gut.

Am Flughafen ging mein Gepäck nicht durch die Sicherheitskontrolle. Auf dem Rollband stellte man fest, dass ich eine Gaskartusche im Rucksack hatte. Man bat mich, diese zu entfernen …

Lissabon

In Lissabon schlief ich die erste Nacht in einem Hostel und fuhr am nächsten Tag mit dem Bus in den Süden. Von diesen Stunden ist mir nicht viel geblieben, außer die Erinnerung an lange Fußmärsche mit schwerem Gepäck durch weniger schöne Straßen von Lissabon. Ein Supermarkt, Weißbrot und Bananen auf einer Wiese. 

In Portugal gibt es die großen Buslinien Eva und Rede, die eigentlich das ganze Land abdecken. Von Lissabon bin ich so nach Porto Covo gekommen. Genauso gut kann man den Fischerweg von Süden aus beginnen. Vom Flughafen in Faro ist es mit Bus und Zug nicht weit bis Lagos oder Sagres. Lissabon oder Faro sind beide von deutschen Flughäfen zu erreichen. 

Porto Covo

“Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, daß ich gar nicht gelebt hatte.”

 – Thoreau

Porto Covo ist ein kleines Dorf direkt am Atlantik. Im Norden und Süden grenzen breite Sandstrände. Das Dorf hat ein kleines Zentrum mit Restaurants und Bars, eine Surfschule und ein Hostel. Im Ahoy Porto Covo Hostel verbrachte ich eine Nacht. Es war schon dunkel, als der Bus den Ort erreichte. Ich erinnere mich an die weißen Häuser und das orangene Licht der Laternen. Es war windstill. In Bars und Restaurants saßen Gruppen und Pärchen. Ein Italiener fiel mir ins Auge. Ich hätte nichts lieber getan, als eine Pizza gegessen und bei drei Gläser Rotwein die Nacht belächelt. Aber ich war alleine und alleine im Restaurant zu sitzen konnte ich nicht.

Ich las “Walden” von Henry David Thoreau zu jener Zeit. In dem Buch beschreibt Thoreau sein Leben als Einsiedler. Er hatte die Gesellschaft hinter sich gelassen und war für zwei Jahre in ein selbst gebautes Haus am See gezogen. Das Buch handelt vom Drang zu leben und frei zu sein. Ich trug es mit mir wie ein Pilger seine Bibel. 

Ich wollte Schriftsteller werden. Ich dachte, ein Schriftsteller müsse hart leben. Also tat ich das.

Porto Covo Hostel

Ich war der einzige Gast im Hostel in Porto Covo und der Besitzer war sehr zuvorkommend. Er erzählte mir dann schließlich vom Fisherman’s Trail Portugal. Er selber folge der Rota Vicentina jedes Jahr mindestens einmal. Knapp zwei Wochen benötige man von Porto Covo bis nach Sagres. Entlang des Fischerweges gebe es Hostels, man könnte sein Zelt aber auch am Strand aufbauen, wenn man sich nicht erwischen ließe. Mir gefiel der Mann. Er gab mir ein Bier aus. Im Hintergrund lief auf einem alten Fernseher eine portugiesische Quiz-Sendung. Vor dem Schlafen schrieb ich im Bett Tagebuch in mein schwarzes Notizheft. 

Am nächsten Morgen gab der Besitzer des Hostels mir eine Broschüre, auf der die gesamte Küste als Karte abgebildet war. Außerdem sei der Fischerweg gut ausgeschildert, erklärte er. Ich dankte ihm, ging nach draußen und schmiss meinen Hefter Google Maps Karten in die erste Mülltonne.

Wandern auf dem Fischerweg

“Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.”

– Thoreau

Ich fühlte mich sehr gut an jenem ersten Morgen. Der Himmel war klar. Es war angenehm frisch im Winter in Portugal an der Atlantikküste. Es konnte losgehen.

Im Supermarkt in Porto Covo wollte ich einkaufen, aber der Markt war geschlossen. Ich hatte noch Walnüsse und Reistafeln im Rucksack. Ich sagte mir, das würde reichen bis Vila nova de Milfontes, dem nächsten Ort, 20 km entfernt.

Um es kurz zumachen: Ja, ich habe es nach Milfontes geschafft. Nein, die Nüsse und Waffeln haben nicht gereicht. Die 20 km auf dem Fischerweg gingen hauptsächlich durch Sand oder steile Klippen herauf und herunter. Es war alles wunderschön, bis es nicht mehr schön war.

Ich aß und trank und machte Pausen, um den Sand aus meinen Schuhen zu schütten. Die Rota Vicentina ist gekennzeichnet durch die Farben blau und grün. Auf Steinen, Holzpfählen und Häuserwänden findet man überall diese blau-grüne Markierung. 

Pfefferminzbonbons lutschen

 Schon bald hatte ich kein Auge mehr für meine Umgebung. Alles, was zählte, war die nächste Markierung. Ich trug die Schuhe, die ich auch Winter in Hamburg trug. Der Sand rieb mir die Haut von den Füßen und die 23 Kilo auf meinem Rücken brannten in den Schultern. Nüsse und Waffeln waren leer, ich hatte Hunger und war durstig. Genau das wollte ich doch, oder?

“… intensiv leben wollte ich. Den Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was nicht Leben war”

Scheiße, nein. 

Oben auf der Steilküste stand die Sonne. Es war windig. In der Ferne sah ich bereits die Häuser und Boote im Hafen von Vila Nova de Milfontes. Der Fischerweg zog sich in zick zack Form an den Klippen entlang. Vor mir lag die nächste blau-grüne Markierung und unter mir brachen die Wellen hart gegen den Fels. Ich lutschte die Pfefferminzbonbons und versuchte, nicht zu denken.

Malhão 

 Irgendwann während dieser Stunden ging ich über eine Lichtung hinter den Dünen. Der Strand dort hieß Malhão, aber das wusste ich damals nicht. 

Drei Jahre später verbrachte ich einen halben Sommer auf dieser Lichtung. Ich war mit einem Freund und dessen VW-Bus zum Surfen nach Portugal gekommen. Jeden Tag sahen wir die Wanderer auf ihrem Weg von Porto Covo nach Vila Nova de Milfontes über die Lichtung kommen. Sie alle trugen ihre Rucksäcke und kaum einer schaute auf. Ich freute mich jedes Mal, einen von ihnen zu sehen. 

In jenem Winter nach 5 Stunden wandern, freute mich nichts mehr. Ich erinnere mich nicht an die Lichtung, aber ich erinnere mich an die blau-grünen Markierungen im Sand. Der Sand und mein Rucksack und ich und der Wind und die Sonne. 

Vila Nova de Milfontes

7 Stunden nachdem ich Porto Covo verlassen hatte, erreichte ich Vila Nova de Milfontes. Die Stadt liegt auf Höhe des Wassers abseits der Klippen. Man erreicht die Stadt von oben und der Weg den Berg hinunter führt vorbei an Restaurants. Dann wird der Weg zur Straße und man ist in Milfontes. Ich war dehydriert und müde und fand einen Zeltplatz. Jetzt galt es, das Zelt aufzubauen. Ich zog also das Zelt aus meinem Rucksack. Es begann dunkel zu werden und leicht zu regnen. Im Februar ist auch in Portugal noch Winter. Die Tage sind sonnig und klar, aber kurz und die Nächte sind kalt. Ich scheiterte also beim Aufbauen des Zelts. Es war zu billig, zu windig, zu schwach – ich war zu schwach – ich weinte. Das erste Mal seit Jahren weinte ich. Ich lag dort in Vila Nova de Milfontes auf diesem Zeltplatz unter Pinien und weinte und niemanden interessierte es. 

Auf dem Zeltplatz buchte ich einen Bungalow. Im Bungalow gab es ein Bett. Ich nahm meinen Schlafsack und benutze ein blaues Handtuch als Kissen auf dem weißen Laken. Der Bungalow war kalt und windig in der Nacht. Das Fenster machte Geräusche und Vollmond war auch.

Ich schlief trotzdem und am nächsten Tag konnte es nur noch besser werden. Das wurde es auch. 

Sagres 

“Wenn man zuversichtlich seinen Träumen folgt, und sich bemüht, so zu leben, wie man es sich vorgestellt hat, wird man unerwartet von Erfolg gekrönt.”

– Thoreau

 10 Tage später.

Zwischen Vila de Pispo und Sagres liegen keine Strände mehr. Hier gibt es keinen Sand, nur glatten Fels, der sich in die Ebene ausstreckt. Ich brach im Morgengrauen auf. Es war frisch. Meine Arme zitterten, aber ich wusste, ich würde mich warm laufen. 

Die Tage liefen jetzt immer gleich ab. Jeder Morgen war klar und kalt. Ich verließ mein Hostel und den Ort für die Nacht. Die erste Markierung zu finden, war manchmal eine Herausforderung. Wenn man sie hatte, war man erleichtert und es ging los. Mit der Bewegung und der Sonne wurde man warm. Das Herz schlug, Rucksack und Schuhe saßen fest, das Gesicht war von der Sonne verbrannt – egal – Schritt für Schritt, immer weiter. 

Liste der Hostels, in denen ich auf dem Fischerweg in Portugal übernachtet habe:

 Porto Covo: Ahoy Hostel Porto Covo
Vila Nova de Milfontes: Campingplatz
Almograve: Jugendherberge
Zambujeira do Mar: Hostel Nature
Odeceixe: Hotel Seixes
Aljezur: Carpe Diem Hostel
Arrifana: Hostel
Carrapateira: Am Strand 😉

Fischerweg Portugal Ende

 Mein Rucksack wog zum Ende der Reise nur noch die Hälfte. Ich hatte das Zelt weggeschmissen und schlief in Hostels. Ich traf auf Menschen, kann mich aber an keinen von ihnen heute noch erinnern. Ich war zu viel mit mir selbst beschäftigt. Am liebsten wanderte ich alleine. Ich wusste mittlerweile, wie das ging. 

Jeden Morgen suchte ich mir einen Platz zum Frühstücken. Am letzten Tag meiner Wanderung fand ich einen toten Baum, der an ein zerfallenes Haus lehnte. Hier im Süden des Landes gab es viele verlassene Häuser und Bauernhöfe. Es war schattig unter dem Baum und das Gras grün. Die Steilküste war hier eben und es gab kaum Schutz vor dem Wind. Ich lief jetzt im Landesinneren und würde erst am späten Nachmittag wieder ans Wasser kommen. Ich lehnte mein Rucksack gegen den Baum, setzt mich ins Gras und frühstückte. Brot und Käse, Bananen, Erdbeeren und Wasser. 

Go West

 Im amerikanischen Englisch gibt es den Ausdruck: “Go West”. Wenn du nicht mehr weiter weißt: Go West. Wenn du ein neues Leben anfangen willst: Go West. Die Idee dahinter stammt aus der Zeit des Wilden Westens. Die ersten Pilger besiedelten Europa vor allem im Osten. Der Westen blieb lange ein gesetzloses und sagenumwobenes Gebiet. Das ist auch heute noch so. Kalifornien, Hollywood, Pazifik: Go West und du findest die Freiheit.

Auf der Rota Vicentina kurz vor Sagres ging es nicht mehr weiter nach Westen. Der Kontinent Europa war hier zu Ende. Ich passierte die letzte blau-grüne Markierung und das war es. Der Fels fiel steil ins Wasser, kein Strand, kein Übergang – links und rechts nur der Atlantik. Das Ende.

Weiter laufen konnte ich nicht. Von was auch immer ich weglief, hier ging es nicht weiter. Es war Zeit, nach Hause zu fahren.

Fischerweg Portugal Highlights

 Ich setzte meinen Rucksack ab und zündete mir eine Zigarette an. In Vila Nova de Milfontes hatte ich mir Zigaretten gekauft. Ich hatte erwartet, dass alle Touren so anstrengend wie die Erste sein würden, aber das waren sie nicht. Ich schaltete mein Handy an. Selbst hier am äußersten Zipfel Europas hatte man noch mobiles Internet. Das war beruhigend zu wissen. Vielleicht auch nicht. 

Hier einige Highlights vom Fischerweg Portugal, die im Text nicht erwähnt sind:

Zambujeira do Mar: Wie fast alle Dörfer entlang der Küste, liegt Zambujeira do Mar auf Höhe des Wassers zwischen den Klippen. Hier führt die Rota Vicentina einen schmalen Pfad den Berg hinauf. Die Aussicht ist einmalig. 

Odeceixe: Die Stadt liegt ein Stück im Landesinneren. Wie bei einem Fjord dring der Atlantik hier ins Landesinnere ein. Am Ufer am Hang eines Berges liegt Odeixce. Die Stadt ist “picturesque”, wie man im Englischem sagt. Weiße Häuser mit blauen Dächern, engen Gassen und Einheimische im Schatten des kleinen Marktplatzes. Sehr romantisch. 

Arrifana & Carrapateira: Hier gibt es zwei weltbekannte Surfstrände. Aus aller Welt reisen die Leute an, um hier zu surfen. Man kann sich Boards ausleihen und nette Menschen kennenlernen.

Fischerweg Portugal - Fazit

Ich buchte einen Rückflug und war zwei Tage später zurück in Hamburg. Ich bin mir nicht sicher, warum ich damals so schlagartig aufgebrochen bin. Heute würde ich es auf diese Art nicht mehr tun. Ich bereue es keineswegs. Es hat etwas in Gang gesetzt, das auch jetzt noch in Bewegung ist. Dennoch rate ich niemandem, es mir gleich zu tun. Wenn doch, hoffe ich, dass mein Text ein wenig helfen oder doch zumindest unterhalten konnte.

Der Fischerweg in Portugal ist etwas Besonderes. Der Kontinent Europa ist touristisch erschlossen. Davon ist Portugal und die Algarve nicht ausgeschlossen. Aber wenn man zu Fuß unterwegs ist und sich nah am Wasser hält, kann man noch Freiheit finden. Mit Glück bleibt die Region vom Massentourismus verschont. Wenn du planst, nach Portugal zu kommen, denke dabei an Nachhaltigkeit.

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